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Semmelknödel wie sie sein sollen

  Semmelknödel Semmelknödel wie sie sein sollen Hausgemacht. Gelingsicher. Ohne Maschinenzirkus. Ich weiß nicht, wie viele Semmelknödel ich in meiner beruflichen Laufbahn gemacht habe. Wenn ich schätzen müsste: 100.000 Stück? Wahrscheinlich mehr. In meinen Kantinenzeiten war es völlig normal, täglich eine Masse für 3.000 Semmelknödel anzurühren. Handarbeit, Routine, Gefühl. Dann kam – wie so oft – die angebliche Erlösung aus Deutschland. Ein gewisser Mr. Jackn wurde eingeflogen und erklärte mir stolz die ultimative Maschine. Eine Maschine, die alle Sorten Knödel und Laibchen formen konnte. Zwei Mitarbeiter reichen, hieß es: einer wirft die Masse in den Schlund der Maschine der andere schichtet die fertigen Knödel weg Klingt genial, oder? Die Realität: Bis ich die Maschine „verstanden“ habe – oder besser gesagt, bis ich die richtige Konsistenz für die Maschine (nicht für die Gäste!) gefunden habe, vergingen Wochen. Ja, sie spuckte tausende Knödel am Tag aus. Aber: Das Reinigen d...

Esel-Ragout in Istrien – ein Ausflug nach Mekisi

Esel-Ragout mit istrianischen Nudeln – ein kulinarischer Ausflug nach Mekisi in Istrien. Dazu ein Rezept zum Nachkochen!

Gestern haben wir einen herrlichen Ausflug ins kleine Örtchen Mekisi in Istrien gemacht – ein Ort, den man nicht zufällig findet, sondern gezielt ansteuert. Und das aus gutem Grund: Dort versteckt sich ein wirklich empfehlenswerter Agro-Tourismo, in dem man wie bei einer istrianischen Familie isst.

Wir waren zu zehnt, hatten reserviert – und wurden freundlich empfangen. Als Vorspeise gab’s original istrianischen Schinken – würzig, fein geschnitten, leicht geräuchert. Genau so, wie man ihn sich vorstellt.

Danach kam etwas ganz Besonderes: Esel-Ragout mit hausgemachten Nudeln. Ich gebe zu – es war mein erstes Mal, dass ich Eselfleisch probiert habe. Der Geschmack? Fast wie Rind, aber etwas fester. Gut gemacht war es jedenfalls – mit viel Rotwein, Zwiebeln und Gewürzen geschmort, wie ein klassisches Ragout eben.

Dazu gab’s einen einfachen, aber erfrischenden gemischten Salat, wie man ihn in Istrien kennt: Gurken, Tomaten, Zwiebeln, ein Spritzer Essig und ein ordentlicher Schuss Olivenöl.

Heute ist bei uns am Campingplatz Abreisetag – das Vorzelt wird eingepackt, alles verstaut. Aber vorher gehen wir noch zum traditionellen „Dario-Essen“ mit Calamari fritti und danach noch ein letztes Mal schwimmen, bevor’s heimwärts geht.

Damit Du das Ragout auch zuhause mal ausprobieren kannst, hier mein Rezept – natürlich auf Kärntner Art abgewandelt:


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🍲 Rezept: Ragout vom Rind (alternativ zu Eselfleisch)

🛒 Zutaten (für 4 Personen):

800 g Rindsschulter oder Wadschinken (am besten aus Kärnten)

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

2 Karotten

1 Stück Sellerie (klein)

2 EL Tomatenmark

250 ml Rotwein

500 ml Rinderfond oder Suppe

2 Lorbeerblätter

1 TL Thymian

Salz, Pfeffer

3 EL Olivenöl


🥣 Zubereitung:

1. Das Fleisch in ca. 3 cm große Würfel schneiden. In einem großen Schmortopf im heißen Olivenöl rundum kräftig anbraten. Herausnehmen und beiseitestellen.


2. Im selben Topf die fein gehackten Zwiebeln, Knoblauch, Karotten und Sellerie anrösten.


3. Tomatenmark zugeben und kurz mitrösten.


4. Mit Rotwein ablöschen, kurz einkochen lassen. Dann den Fond angießen.


5. Fleisch wieder zugeben, Lorbeer, Thymian, Salz und Pfeffer einrühren.


6. Zugedeckt bei niedriger Hitze ca. 2 Stunden langsam schmoren lassen – bis das Fleisch butterweich ist.



🍝 Dazu passen:

Selbstgemachte Bandnudeln oder Kärntner Nockalan

Ein gemischter Salat mit Gurken, Tomaten und Zwiebeln



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👉 Dieses Rezept ist ein gutes Beispiel dafür, wie überlieferte Gerichte aus anderen Regionen mit heimischen Zutaten nachgekocht werden können – ganz im Sinne meines Kärntner Kochbuchs 2.0.
Neugierig? Dann schau gerne vorbei auf: https://kochkärnten.com


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❓Frage für Facebook:

Hast Du schon mal Eselfleisch probiert – oder wäre das gar nichts für Dich?

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