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Regen in Valalta, Sonne auf dem Teller: Putenflügel mit Rotkraut & Erdäpfelknödel

Putenflügel mit Rotkraut und Petersilerdäpfel Saftige Putenflügel aus dem Airfryer, dazu Rotkraut aus dem Glas & Erdäpfelknödel – einfaches Campinggericht mit großem Geschmack. --- Heute in Valalta: Regen aus Kübeln. Also nix mit Strand, sondern ein Tag zum Lesen, Schreiben, Schlafen – und natürlich zum gut Essen. 😊 Beim Einkauf gab es eine kleine Odyssee: Kaufland in Rovinj mit halbleeren Regalen – enttäuschend. Freunde aus der Heimat sind heute angekommen und haben uns frische Putenflügel mitgebracht (Wech Qualität). Gemüse ist auch fein, aber am Campingplatz einen ganzen Rotkrautkopf zuzubereiten ist ein bisserl unpraktisch. Also griff ich ausnahmsweise zum Glas Rotkraut aus deutscher Produktion. Und weil die mehligen Kartoffeln auch rar waren, habe ich Oktoberfest-Erdäpfelknödel aus dem Regal mitgenommen. Jetzt wird getestet, ob das Zusammenspiel von selbstgemachter Putenflügel aus dem Airfryer, Rotkraut aus dem Glas und fertigen Knödeln trotzdem zu einem gelungenen Urlaubsger...

„Vulgo Hlabin“ & Glundnern-Genuss – ein Besuch bei Klaudia im Tschrestal

 

„Vulgo Hlabin“ & Glundnern-Genuss – ein Besuch bei Klaudia im Tschrestal



Kürzlich haben wir einen wunderschönen Nachmittag bei der Buschenschenke Klaudia im Tschrestal ober Köttmannsdorf verbracht. Eine Jause, wie ich sie liebe – ehrlich, üppig, hausgemacht und mit viel Leidenschaft serviert.

Besonders ins Auge gestochen ist mir eine kleine, alte Tafel am Bauernhaus:
„Hlabin N. 2 – erbaut 1936“
Meine Frau hat mich darauf aufmerksam gemacht – und plötzlich war klar:
👉 „Hlabin“ ist der Vulgoname dieses Hofes! Nachzulesen sogar auf Wikipedia.
📸 Hier das Foto dazu

Solche Vulgonamen erzählen Geschichten – vom Hof, von der Familie, von harter Arbeit und echtem bäuerlichen Leben.






🧀 Jause wie aus dem Bilderbuch

Die Brettljause bei Klaudia ist legendär. Wer hier nicht satt wird, hat vorher gefastet oder zu viel Apfelmost getrunken. 😉
Ein kleines belegtes Brot reicht für den kleinen Hunger – belegt wie ein Jausenbrettl! Und wenn du nicht alles schaffst: „Bestell dir ein Pensionisten-Tupper!“ – sagt Klaudia mit Augenzwinkern. Gemeint ist eine Portion Alufolie zum Einpacken.

Was mich persönlich immer begeistert: der Glundner. Dieser würzige, cremige „Schmierkäse“ hat eine lange Tradition in Kärnten – und heute teile ich mein eigenes Rezept mit dir:


Rezept: Kärntner Glundnern – ganz traditionell

🧂 Zutaten:

  • 1 kg Bröseltopfen (trockener Haustopfen)

  • 100 g Butterschmalz oder Butter

  • 10 g Salz

  • 2 TL Kümmel (grob gestoßen)

🥣 Zubereitung:

  1. Topfen vorbereiten:
    Den trockenen Bröseltopfen grob zerbröckeln und dünn in eine breite Schüssel streuen. Mit einem Tuch abdecken und bei Zimmertemperatur 2–3 Tage stehen lassen. Dabei immer wieder auflockern.

  2. Reifung:
    Der Topfen ist reif, wenn er glasig-schlüpfrig wird und einen stechenden, reifen Geruch entwickelt – keine Angst, das gehört so!

  3. Würzen & schmelzen:
    Jetzt den Topfen mit Salz und Kümmel würzen. In einer Pfanne das Butterschmalz oder die Butter erhitzen und den Topfen dazugeben. Kräftig rühren, bis die Masse gleichmäßig zu fließen beginnt.

  4. Optional: Wer möchte, kann am Ende eine Handvoll frischen Topfen unterheben – für eine mildere Note.

  5. Fertigstellen:
    Den Glundnern in eine Schüssel füllen und kalt stellen, bis er fest und schnittfähig ist.

🥖 Tipp: Serviere ihn mit frischem Bauernbrot, Butter, und vielleicht ein paar Zwiebelringen. So einfach – so gut!


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Noch mehr überlieferte Kärntner Spezialitäten findest du im:
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Bilder von Peter Stelzl & Johann Jaritz, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

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