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Regen in Valalta, Sonne auf dem Teller: Putenflügel mit Rotkraut & Erdäpfelknödel

Putenflügel mit Rotkraut und Petersilerdäpfel Saftige Putenflügel aus dem Airfryer, dazu Rotkraut aus dem Glas & Erdäpfelknödel – einfaches Campinggericht mit großem Geschmack. --- Heute in Valalta: Regen aus Kübeln. Also nix mit Strand, sondern ein Tag zum Lesen, Schreiben, Schlafen – und natürlich zum gut Essen. 😊 Beim Einkauf gab es eine kleine Odyssee: Kaufland in Rovinj mit halbleeren Regalen – enttäuschend. Freunde aus der Heimat sind heute angekommen und haben uns frische Putenflügel mitgebracht (Wech Qualität). Gemüse ist auch fein, aber am Campingplatz einen ganzen Rotkrautkopf zuzubereiten ist ein bisserl unpraktisch. Also griff ich ausnahmsweise zum Glas Rotkraut aus deutscher Produktion. Und weil die mehligen Kartoffeln auch rar waren, habe ich Oktoberfest-Erdäpfelknödel aus dem Regal mitgenommen. Jetzt wird getestet, ob das Zusammenspiel von selbstgemachter Putenflügel aus dem Airfryer, Rotkraut aus dem Glas und fertigen Knödeln trotzdem zu einem gelungenen Urlaubsger...

💚 Montagsklassiker: Gekochter Tafelspitz mit eingemachtem Kohlrabi-Erbsengemüse & gerösteten Erdäpfeln

 


Gekochtes Rindfleisch mit Rösterdäpfel


💚 Montagsklassiker: Kalter Tafelspitz mit eingemachtem Kohlrabi-Erbsengemüse & gerösteten Erdäpfeln
Ein Stück Kärntner Hausmannskost, das Erinnerungen weckt




Montag ist bei mir Traditionstag. Und heute gibt's was ganz Klassisches: kalten Tafelspitz – oder besser gesagt: Tafelstück, weil vom Spitz wird bei einer hungrigen Runde kaum jemand satt. 😉

Ich habe ein ordentliches Stück (ca. 1,5 kg) ca. 3 Stunden in einer kräftigen Suppe mit viel Wurzelgemüse, Liebstöckl und Schnittlauch ganz sanft weichgekocht. Und das ist wichtig: nicht sprudelnd kochen, sondern ziehen lassen, damit das Fleisch saftig bleibt.

Statt ihn heiß aufzuschneiden (was viele falsch machen), kam der Tafelspitz bei mir direkt aus dem Topf in kaltes Wasser – so kühlt er schnell aus und lässt sich dann mit der Aufschnittmaschine perfekt in schöne Tranchen à ca. 180 g schneiden – immer gegen die Faser, damit er schön zart bleibt.

Dazu gibt’s zwei ganz klassische Beilagen, wie es sich gehört:

  • Eingemachtes Kohlrabigemüse mit Erbsen

  • Geröstete Erdäpfel mit Zwiebeln (Gröste)

Und weil wir ja auch eine Suppe kochen, servier ich die natürlich auch vorweg – mit kräftiger Leberreiseinlage, selbstgemacht und auf Vorrat eingefroren. So ein Gericht (Tafelspitz, Semmelkren, Gröstete Erdäpfel) kennt jeder, viele verbinden es mit Hochzeiten, Begräbnissen oder Sonntagen bei der Oma.

Für mich ist das pures Soulfood, das nicht nur meiner Frau schmeckt – sondern auch den Urlis!


📝 Rezept für 6 Portionen

🥩 Zutaten Tafelspitz:

  • 1,5–2 kg Tafelstück (Rindfleisch)

  • 3 Karotten, 1 Selleriestange, 1 Petersilienwurzel

  • 1 Zwiebel, halbiert (mit Schale für Farbe)

  • 1 Stück Lauch

  • 2 TL Salz

  • 5 Pfefferkörner

  • 1 Lorbeerblatt

  • Frischer Liebstöckl und Schnittlauch

🥣 Für die Suppe:

  • siehe oben + Leberreis nach Geschmack

🍽️ Beilagen:

Kohlrabi-Erbsen-Gemüse:

  • 2 Kohlrabi, geschält und gewürfelt

  • 200 g Erbsen (TK oder frisch)

  • 1 EL Butter

  • 1 TL Mehl

  • 1/8 l Suppe

  • Salz, Muskat, etwas Rahm

Geröstete Erdäpfel:

  • 800 g festkochende Erdäpfel

  • 1 große Zwiebel

  • Butterschmalz oder Öl

  • Salz, Pfeffer


👨‍🍳 Zubereitung:

1. Tafelstück kochen:
In einem großen Topf das Fleisch mit Gemüse, Gewürzen und kaltem Wasser bedecken. Langsam erhitzen, abschäumen und dann 3 Stunden leicht köcheln lassen. Danach sofort in kaltes Wasser legen, komplett auskühlen lassen. Später in schöne Tranchen schneiden.

2. Kohlrabigemüse:
Kohlrabi in Butter anschwitzen, mit Mehl stauben, mit Suppe aufgießen. Erbsen dazu, weich dünsten. Mit Salz, Muskat und einem Löffel Rahm abschmecken.

3. Erdäpfel rösten:
Gekochte, geschälte Erdäpfel in Scheiben schneiden, mit fein geschnittener Zwiebel in Butterschmalz goldbraun rösten.

4. Suppe & Leberreis:
Die Suppe mit Leberreis als Einlage heiß servieren – kräftig abschmecken.


📘 Warum ich dieses Gericht liebe:

Weil es Erinnerungen weckt, weil es einfach gut ist – und weil es perfekt zu größeren Runden passt. So wird Hausmannskost zum Festessen!

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❓Facebook-Frage zum Schluss:

Was ist für dich das ultimative „Oma-Essen“, das du nie vergessen wirst?

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