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Panierter Leberkäse – Kantinenklassiker wie früher

  Panierter Leberkäse Panierter Leberkäse – Kantinenklassiker wie früher Montagsserie: Kantinenklassiker Eine Leberkäsesemmel für die Jause war immer eine gute Idee. Früher, in der guten alten Zeit, gab es noch den Gabelbissen : ein paar Scheiben Krakauer, Fisch oder Ei – schnell gegessen, ehrlich, sättigend. Heute gehen wir einen Schritt weiter. Heute gibt’s panierten Leberkäse nach Wiener Art – als Hauptspeise zu Mittag in der Kantine . Ein Klassiker, der satt macht, wenig Aufwand braucht und auch zuhause ruckzuck am Tisch steht . Dazu passt, was die Kantine hergibt – oder der Kühlschrank: Erdäpfelpüree oder Erdäpfelsalat und ganz klassisch: eingemachtes Gemüse nach Wiener Art (Erbsen, Kohlrabi, Kochsalat oder als feines Mischgemüse) Ein Essen ohne Schnickschnack. Genau so mag ich das. Leberkäse paniert 🥩 Panierter Leberkäse nach Wiener Art Rezept für 4 Personen Zutaten 8 Scheiben Leberkäse (je ca. 1–1,5 cm dick) Salz (sparsam – Leberkäse ist schon würzig) Schwarzer Pfeffer au...

Sarme – Krautrouladen aus dem Herzen des Balkans

 


Sarme


Sarme – Krautrouladen aus dem Herzen des Balkans

Liebe Kochfreunde,

heute wird’s etwas aufwändiger – aber dafür auch besonders stimmungsvoll. Ich stehe in meiner Wohnwagen-Küche direkt am Meer in Valalta, das Meer rauscht im Hintergrund, und auf dem Herd schmoren – ganz langsam – köstliche Sarme, gefüllte Krautrouladen nach einem überlieferten Familienrezept aus dem Banat.

Dieses Gericht begleitet mich schon lange. Mein Schwiegervater Anton Benne hat es mir beigebracht – und jedes Mal, wenn ich Sarme zubereite, denke ich an ihn. Heute lebt seine Tradition durch mein Kochen weiter.


🥬 Sarme mit Paprika-Tomatensauce und Erdäpfelpüree

Zutaten für 4 Personen

Für die Krautwickel:

  • 1 Krautkopf (sauer eingelegt – erhältlich z. B. bei Lidl oder Plodine in Rovinj)

  • 500 g gemischtes Faschiertes (vom Fleischer Mate hier in Rovinj)

  • 1 Zwiebel, fein geschnitten

  • 2 Knoblauchzehen, gehackt

  • 1 EL Paprikapulver (edelsüß, z. B. Wiberg Rubino)

  • ½ TL Tomatenmark (Mutti oder ähnlich)

  • 1 Bund Petersilie, fein gehackt

  • 100 g Rundkornreis, vorgekocht

  • 1 Schuss Essig

  • Schweineschmalz oder Olivenöl

  • Salz, Pfeffer (frisch gemahlen)

  • Optional: 8 Streifen Bauchspeck

  • Sauerrahm zum Garnieren

Für die Sauce:

  • 1 Zwiebel, geschnitten

  • 2 Knoblauchzehen, gehackt

  • 1 Dose geschälte Tomaten

  • Etwas vom klein gehackten restlichen Kraut

  • Olivenöl, Salz, Pfeffer


👨‍🍳 Zubereitung:

1. Reis vorbereiten:
Reis in Salzwasser fast weich kochen, abgießen und abkühlen lassen.

2. Füllung anrühren:
Zwiebel in Fett glasig anbraten, Knoblauch zugeben. Paprika und Tomatenmark einrühren, kurz rösten, mit Essig ablöschen. Reis zugeben, würzen, Petersilie unterrühren. Alles abkühlen lassen und mit dem Faschierten gut vermengen.

3. Krautblätter vorbereiten:
Kraut vorsichtig ablösen, harte Blattrippen herausschneiden. Reste klein hacken – die kommen später in die Sauce.

4. Rouladen formen:
Jeweils 1 EL Fülle auf ein Krautblatt setzen, einrollen, die Enden einschlagen.

5. Sauce ansetzen:
Zwiebel und Knoblauch im Öl anrösten, Krautreste zugeben, kurz dünsten. Tomaten klein schneiden, dazugeben. Würzen und leicht köcheln lassen.

6. Schichten und schmoren:
Speckstreifen in eine Bratform oder einen großen Topf legen. Sarme daraufsetzen, Sauce darübergießen.

Im Wohnwagen:
Deckel drauf und bei kleiner Flamme etwa 1 Stunde schmoren lassen. Zuhause kannst du die Rouladen bei 170 °C im Ofen schmoren.

7. Servieren:
Mit Sauerrahm garnieren, dazu passt Erdäpfelpüree oder Weißbrot.


Ins Backrohr schieben und fertig dünsten



❤️ Fazit:

Sarme sind Soulfood pur – eine Verbindung von Heimat, Erinnerung und Liebe zum Kochen. Dieses Rezept bringt dich auf eine kulinarische Reise durch den Balkan und zeigt, wie traditionsreiches Essen schmeckt.

👉 Und vergiss nicht: Mehr überlieferte Rezepte findest du in meinem Kärntner Kochbuch 2.0
📖 https://kochkärnten.com

Hast du schon einmal Sarme gemacht – oder kennst du ein anderes Familienrezept aus dem Balkan?
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