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„Kärntner Klassiker und Genussgeschichten – traditionelle Rezepte, moderne Schmankerl und Küchentricks von Peter Opa“
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Das beste und beliebteste Rezept für Martinigansl mit Rotkraut und Erdäpfelknödel
Das beste und beliebteste Rezept für Martinigansl mit Rotkraut und Erdäpfelknödel
Am 11. November feiert Österreich einen seiner kulinarischen Höhepunkte: Martini! Traditionell gibt es in vielen Haushalten an diesem Tag ein köstliches Martinigansl. Zugegeben, die Gans ist nicht immer jedermanns Sache – viele denken da an eine fettige, schwer zu tranchierende Angelegenheit, die eine Küche in ein Schlachtfeld verwandeln kann. Doch mit dem richtigen Rezept wird das Martinigansl zu einem wahren Genuss, der nicht nur geschmacklich überzeugt, sondern auch ohne Chaos in der Küche auskommt. Hier präsentiere ich euch das ultimative Rezept für Martinigansl, das die Herzen (und Gaumen) der Österreicher erobert hat.
Zutaten für 4 Personen
Für das Martinigansl:
- 1 Gans (ca. 4–5 kg)
- Salz und Pfeffer
- 1 Bund Suppengrün (Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel)
- 1 Apfel und 1 Orange (für das Aroma und die Füllung)
- 2–3 Zweige frischer Majoran oder Thymian
- 250 ml Wasser
- 250 ml trockener Rotwein (optional)
Für das Rotkraut:
- 1 kleiner Kopf Rotkraut (ca. 1 kg)
- 2 Äpfel, gerieben
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 2 EL Butterschmalz oder Gänseschmalz
- 100 ml Rotwein
- 100 ml Apfelsaft
- 3 EL Rotweinessig
- 2 Lorbeerblätter
- 4 Gewürznelken
- 1 Zimtstange
- Salz, Zucker und Pfeffer nach Geschmack
Für die Erdäpfelknödel:
- 1 kg mehlige Kartoffeln
- 200 g griffiges Mehl
- 50 g Grieß
- 1 Ei
- Salz
Zubereitung
1. Die Gans bereitet
- Heizen Sie den Ofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vor.
- Die Gans von innen und außen gründlich mit kaltem Wasser abspülen und trocknen tupfen. Dann innen und außen kräftig mit Salz und Pfefferwürzen.
- Den Apfel und die Orange im Viertel schneiden und zusammen mit ein paar Zweigen Majoran oder Thymian in die Bauchhöhle der Gans geben. Das sorgt für ein feines Aroma und hilft, das Fett aus dem Gans während des Bratens zu absorbieren.
2. Gansbraten
- Die Gans in einem großen Bräter legen, das Suppengrün grob hacken und um die Gans herum verteilen.
- Gieße das Wasser und den Rotwein in den Bräter – diese Mischung gibt der Sauce später Tiefe und sorgt für eine saftige Gans.
- Schieben Sie den Bräter in den vorgeheizten Ofen und brate die Gans ca. 2,5 bis 3 Stunden. Alle 30 Minuten die Gans mit dem austretenden Bratensaft übergießen. Das hält das Fleisch zart und saftig.
- Um eine knusprige Haut zu erreichen, erhöhen Sie die Temperatur die letzten 15 Minuten auf 220 °C und lassen Sie die Gans noch einmal gut aufknuspern.
3. Rotkraut zubereiten
- Während die Gans im Ofen ist, das Rotkraut fein schneiden oder hobeln.
- Das Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen, die Zwiebeln darin glasig dünsten und das gehobelte Kraut sowie die geriebenen Äpfel hinzufügen.
- Mit Rotwein, Apfelsaft und Essig ablöschen. Dann die Gewürze (Lorbeerblätter, Nelken, Zimt) hinzugeben und das Ganze auf kleiner Flamme etwa 1–1,5 Stunden köcheln lassen.
- Mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Das Rotkraut sollte eine schöne Balance aus Süße und Säure haben.
4. Erdäpfelknödel zubereiten
- Die Erdäpfel in der Schale kochen, abgießen, schälen und durch eine Erdäpfelpresse drücken, solange sie noch warm sind.
- Die gepressten Erdäpfel abkühlen lassen, dann mit Mehl, Grieß, Ei und einem Preis Salz zu einem glatten Teig verkneten.
- Aus dem Teig gleichmäßig große Knödel formen und in leicht gesalzenem Wasser ca. 15–20 Minuten ziehen lassen. Die Knödel sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen.
Servieren
Nach dem Braten die Gans aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten ruhen lassen, bevor sie tranchiert wird. Das Rotkraut schön dekorativ auf den Tellern anrichten, die Knödel dazugeben und die Gans portionsweise dazu legen. Zum Schluss noch etwas Bratensaft über das Fleisch träufeln – und schon ist das perfekte Martinigansl servierbereit!
Tipps für weniger „Schlachtfeld“ in der Küche
- Tranchieren : Schneiden Sie die Gans auf einem großen Schneidebrett und legen Sie ein Küchenpapier darunter, um das Fett aufzufangen.
- Soßensieb : Wenn der Bratensaft sehr fettig ist, lassen Sie ihn kurz stehen und schöpfen Sie das Fett vorsichtig ab oder verwenden Sie ein Soßensieb.
Viel Freude beim Nachkochen und einen genussvollen Martinitag!
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