Braunschweigerkraut – zwei Rentner, ein Krautkopf und viele Möglichkeiten

 


Krautsalat



Montagsserie: Braunschweigerkraut – zwei Rentner, ein Krautkopf und viele Möglichkeiten

Heute hab ich beim Billa Plus einen kleinen Schatz entdeckt: Braunschweigerkraut vom Lerchster. Der gute Mann war früher mein Gemüselieferant, wie ich noch als junger Koch die Töpfe geschwungen habe. Qualität, die man blind erkennt – und die man heute leider nicht mehr überall findet.

Natürlich hab ich mir einen kleinen Kopf mitgenommen. Wobei… „klein“ ist relativ:
Für zwei Pensionisten reicht das Ding locker für eine ganze Kompanie. Also machen wir’s wie früher in der Küche – die Hälfte sofort verarbeiten, die andere Hälfte später verwerten.

Teil 1: Leichter Krautsalat à la Peter – Coleslaw ohne Mayo

Meine Frau schaut auf die Linie, weil die Ballsaison im Anflug ist. Und naja… ich will ja nicht schuld sein, wenn das Ballkleid spannt.

Also gibt’s einen frischen, knackigen Krautsalat mit Karottenstreifen, ganz im Stil eines Coleslaws – aber ohne Mayo.

Zutaten (für 2–3 Portionen)

  • ½ kleiner Kopf Braunschweigerkraut

  • 1 große Karotte, in feinen Streifen

  • 2–3 EL Apfelessig

  • 2–3 EL neutrales Öl

  • 1 TL Zucker

  • Salz & Pfeffer

  • 1 TL Kümmel (ganz oder gemahlen – wie du magst)

Zubereitung

  1. Kraut fein schneiden, Karotten ebenso.

  2. Kräftig mit Salz durchkneten, damit’s weich wird.

  3. Essig, Öl, Zucker, Kümmel, Pfeffer – alles drüber.

  4. Gut mischen, ziehen lassen, beim Finalisieren nochmal abschmecken.
    Frisch, leicht, g’schmackig – perfekt, wenn man’s ohne Mayo mag oder muss.


Teil 2: Die zweite Krauthälfte – Krautfleckerl ODER Krautfleisch?

Und jetzt kommt der spannende Teil:
Was mach ich mit der zweiten Hälfte?
Noch weiß ich’s nicht. Aber vorbereitet bin ich schon wie ein Haubenkoch:

In der Pfanne liegt bereits mein Ansatz – Zwiebel in Schweineschmalz sanft goldgelb angeschwitzt, mit einer Prise Zucker karamellisiert und leicht gedünstet.
Dazu kommt später das fein geschnittene Kraut.

Von hier aus kannst du in zwei Richtungen abbiegen:

Krautfleckerl


Option A: Krautfleckerl – der Klassiker für jeden Montag

Perfekt, wenn’s schnell gehen soll.

Du brauchst noch:

  • 250 g Fleckerl

  • Salz, Pfeffer

  • Kümmel

  • evtl. Speckwürfel, wenn’s würziger sein soll

So geht’s:

  1. Kraut zum Zwiebelansatz geben, würzen und weich dünsten.

  2. Fleckerl kochen.

  3. Alles zusammenmischen, Pfeffer drüber – fertig und gut.


Option B: Krautfleisch – das bodenständige Schmorgericht

Etwas deftiger, aber ein Traum, sag ich dir.

Du brauchst noch:

  • 300–400 g Schweinefleisch (Schopf oder Schulter)

  • Paprikapulver edelsüß

  • Majoran

  • Knoblauch

  • Salz & Pfeffer

So geht’s:

  1. Fleisch anrösten, Paprika dazu, kurz durchrühren.

  2. Kraut-Zwiebel-Mischung dazu.

  3. Mit Suppe aufgießen, würzen, schmoren lassen.

  4. Wenn’s weich ist, servieren – am besten mit Erdäpfeln.

Ich sag’s ehrlich: Ich tendiere heute eher zu Krautfleisch, aber das entscheide ich spontan. Pensionistenleben – man darf sich ja ein bisserl treiben lassen.


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