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Hadnsterz Rezept – Kärntner Buchweizenklassiker zum Frühstück

  Hadnsterz Hadnsterz zum Frühstück – fast vergessen, aber unvergessen gut Manchmal sind es genau diese Gerichte, die plötzlich wieder auftauchen. Etwas zum Frühstück, das man nicht alle Tage macht. Bei mir war das Hadnsterz . Gefühlt habe ich ihn das letzte Mal vor 20 Jahren in größeren Mengen gekocht – und ganz ehrlich: Beim ersten Umrühren hab ich mir gedacht „Hoffentlich kann ich’s noch.“ 😄 „ Hadn “ ist bei uns Kärntnern der Buchweizen. Kein Getreide, sondern ein Knöterichgewächs – glutenfrei, eiweißreich und heute in der modernen Küche wieder hoch im Kurs. Früher war er nie weg. Hadnsterz war bäuerliches Grundnahrungsmittel , Frühstück, Hauptspeise und manchmal sogar Kaffee-Begleiter. Der Name „Hadn“ geht sprachlich vermutlich auf die „Heiden“ zurück – man glaubte, die Pflanze käme aus nicht-christlichen Ländern. Tatsächlich fand der Buchweizen im 15. Jahrhundert über Asien, Mongolei und Italien seinen Weg nach Kärnten. Urkundlich erwähnt ist der Hadnanbau schon 1442 im Raum...

Paradeiskraut Rezept – Österreichischer Krautklassiker, Opa-Style, ohne Mehl gebunden

 


Paradeiskraut



Rezept: Paradeiskraut 

Weißkraut ist für mich wie ein alter Freund: immer da, wenn’s draußen zapfig ist, verlässlich und dankbar. Und wenn dann noch Tomaten dazukommen – dann wird’s richtig gemütlich im Topf. Paradeiskraut ist ein Klassiker der österreichischen Küche, aber bei mir kriegt’s den Opa-Dreh: ohne Mehl, ohne Stärke, nur im eigenen Saft gedünstet. So, wie’s sich gehört. Pur, kräftig, ehrlich.

Ich sag’s dir: Wenn du Kraut richtig machen willst, brauchst du nur drei Dinge: Zeit, Tomaten und Schmalz. Der Rest ist Kür.


Zutaten (für 4 Portionen)

Für das Paradeiskraut

  • 1 kg Weißkraut

  • 3 gelbe Zwiebeln

  • 3 Knoblauchzehen

  • 100 g Schweineschmalz

  • 1 EL Tomatenmark

  • 1 TL Paprikapulver

  • 150 g trockener Weißwein
    oder alternativ: 3 EL Essig + etwas Wasser

  • 500 g Mutti Tomaten (Passata)

  • 1 EL Zucker

  • 0,5 TL Kümmel, gemahlen

  • Salz & Pfeffer

  • Optional zum Finish: ein Stück Butter oder Butterflankerl

Dazu passt

  • Semmelknödel

  • Putenbraten

  • Schweinsbraten (wenn’s Fleisch sein soll!)


Zubereitung

  1. Zwiebeln in feine Streifen schneiden. Kraut halbieren, Strunk raus und in dünne Streifen schneiden.

  2. Schweineschmalz im großen Topf erhitzen. Zwiebeln rein und glasig dünsten. Knoblauch reinpressen, 1 Minute mitdünsten.

  3. Tomatenmark einrühren – da darf’s schon duften wie im Wirtshaus!

  4. Paprikapulver dazu, kurz durchrühren und mit Weißwein ablöschen.
    Hinweis vom Opa: Wenn kein Wein im Haus ist – Essig und Wasser tun’s auch. Wichtig ist der Schmah!

  5. Tomaten, Zucker, Kümmel, Salz & Pfeffer einrühren. Kraut dazu, gut vermischen, Deckel drauf.

  6. Bei mittlerer Hitze 35–45 Minuten schmoren, zwischendurch umrühren.
    Willst du’s ganz weich? Lass es 60 Minuten – dann ist’s wie ein Kärntner Polster: flaumig!

  7. Abschmecken mit Salz, Pfeffer, Essig und – wenn du magst – einem Butterflankerl.


Opa’s Pro-Tipp

Am nächsten Tag schmeckt’s noch besser. Das ist kein Mythos, das ist Physik. Und Liebe. Über Nacht ziehen die Tomaten ins Kraut wie gute Geschichten ins Gedächtnis.


Serviervorschlag

Im tiefen Teller, Natursaftl daneben, Semmelknödel in den Dunst legen und das Kraut drüberlöffeln. Wenn du die Augen schließt, hörst du fast schon die Beisl-Tür knarzen.


Frage an die Community

Wie magst du dein Paradeiskraut lieber – ganz weich geschmort oder mit Biss und Charakter? Schreib’s mir in die Kommentare!


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