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Geröstete Knödel mit Ei – Resteverwertung, die glücklich macht

  Geröstete Knödel mit Ei – Resteverwertung, die glücklich macht Ein Kantinenklassiker wie er im Kochbuch steht. Oder nach den langen Feiertagen schaut der Kühlschrank oft so aus, als hätte ein Tornado eine Jause-Tafel geplündert. Bei mir waren es diesmal die guten alten Semmelknödel . Und was soll ich sagen: Geröstete Knödel mit Ei gehören für mich einfach auf jeden Speiseplan. Außen knusprig, innen flaumig – das ist österreichische Hausmannskost in ihrer schönsten Form. Schnell gemacht, immer gut und die perfekte Antwort auf die Frage: Wohin mit den Restln? Schon als Kind hat mir der Duft von Knödeln, Butter und Ei ein Grinsen ins Gesicht gezaubert. Heute ist es genauso – nur dass ich jetzt am Herd stehe und nicht mehr auf der Küchenbank sitze und hoffe, dass mir jemand den ersten Bissen stibitzen lässt. 😉 Geröstete Knödel mit Ei und Speck – der Upgrade-Klassiker Knödel lassen sich wunderbar verfeinern: mit knusprig angeröstetem Speck , frischem Schnittlauch oder einem kräfti...

Rindssaftschnitzel – der gleiche Schmäh, nur besser getarnt



Rindssaftschnitzel mit Nudeln



Rindssaftschnitzel – der gleiche Schmäh, nur besser getarnt

Meine Frau Sibylle hat letztens gesagt: „Peter, du kochst immer das Gleiche – und gesund ist das auch nicht!“
Da hab ich mir gedacht: Vielleicht hat sie sogar recht. Vielleicht auch nicht.
Aber wenn die Kalorien-Polizei daheim schon jedes Gramm Butter verhaftet, muss man halt cleverer werden. 😄

Und jetzt kommt die echte Herausforderung: Sonntagmittag, 5 hungrige Mäuler.
Die Enkel mögen Gemüse nur, wenn es sich unsichtbar macht. Fettes Fleisch? Keine Chance. Wienerschnitzel mit Pommes? Volltreffer – aber laut Sibylle „strafbar wegen Kalorienüberschreitung“.

Also mach ich’s wie immer: Ich geh zum Fleischer meines Vertrauens und lass das Angebot entscheiden.
Und siehe da – 1,20 kg wunderschöne Rindschnitzel! Perfekt für uns 5.
Gesund? Naja… sagen wir mal: weniger ungesund.
Denn was trocken wäre, baden wir einfach in einer unwiderstehlichen Sauce – und plötzlich zählt keiner mehr die Kalorien, weil alle mit Tunken beschäftigt sind.


SAFTSCHNITZEL vom Rind (für 4–5 Personen)

Zartes Fleisch, feiner Saft – schneller als ein Saftbraten, g’schmackiger als ein Kühlschrankessen

Zutaten

  • 4–5 Rindschnitzel à 200 g (Flacher Zapfen oder Schwarzes Scherzel)

  • Salz

  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

  • 3 EL Dijon-Senf

  • Weizenmehl zum Wenden

  • 4 EL Sonnenblumen- oder Maiskeimöl zum Anbraten

  • 2 Zwiebeln in feine Streifen geschnitten

  • 375 ml Rindsuppe

  • Frischhaltefolie (zum Klopfen, nicht zum Einwickeln der Schwiegermutter)


Zubereitung

  1. 30 Minuten vor dem Kochen: Fleisch raus aus dem Kühlschrank – atmen lassen wie ein guter Wein.

  2. Zwischen 2 Lagen Frischhaltefolie klopfen, bis es brav ist, dann kräftig salzen & pfeffern.

  3. Eine Seite mit Dijon-Senf bestreichen, dann im Mehl wenden (mehlieren).

  4. Öl im flachen Topf erhitzen, Schnitzel senfseitig nach unten rein und ordentlich anbraten – dann zweite Seite.

  5. Schnitzel raus auf den Teller, Zwiebel im Bratrückstand 5–7 Minuten rösten, mit Suppe ablöschen.

  6. Sauce auf die Hälfte reduzieren, mit Salz & Pfeffer finalisieren.

  7. Schnitzel in die Sauce legen und 5 Minuten bei kleiner Hitze ziehen lassen – nicht kochen, nur entspannen lassen.

  8. Falls das Fleisch (alte Kuh)  noch zäh ist solange dünsten bis es weich ist

  9. Auf vorgewärmte Teller und servieren. Am besten mit Spiralnudeln und Backwerk zum Tunken.


Chinakohlsalat – der Friedensvertrag

Damit Sibylle nicht gleich die Scheidung einreicht, gibt’s dazu noch einen leichten Chinakohlsalat:

  • Chinakohl fein schneiden

  • Mit Zitrone, Honigsenf, wenig Öl, Salz & Pfeffer anmachen

  • 10 Minuten ziehen lassen – und fertig ist die Beilage, die keiner als „gesund“ erkennt, aber trotzdem isst.


Fazit aus der Küche

Gesund kochen und alle glücklich machen ist wie ein Sudoku ohne Zahlen.
Aber: Mit diesem Saftschnitzel hast du ein Gericht, das:

  • wenig Fett braucht

  • durch Reduktion Aroma statt Kalorien hat

  • so viel Saft liefert, dass keiner merkt, dass es „eh fast gesund“ war


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Hat dir dieses Rezept geschmeckt? Dann bleib mir in der Küche treu 👨‍🍳💚

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