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Regen in Valalta, Sonne auf dem Teller: Putenflügel mit Rotkraut & Erdäpfelknödel

Putenflügel mit Rotkraut und Petersilerdäpfel Saftige Putenflügel aus dem Airfryer, dazu Rotkraut aus dem Glas & Erdäpfelknödel – einfaches Campinggericht mit großem Geschmack. --- Heute in Valalta: Regen aus Kübeln. Also nix mit Strand, sondern ein Tag zum Lesen, Schreiben, Schlafen – und natürlich zum gut Essen. 😊 Beim Einkauf gab es eine kleine Odyssee: Kaufland in Rovinj mit halbleeren Regalen – enttäuschend. Freunde aus der Heimat sind heute angekommen und haben uns frische Putenflügel mitgebracht (Wech Qualität). Gemüse ist auch fein, aber am Campingplatz einen ganzen Rotkrautkopf zuzubereiten ist ein bisserl unpraktisch. Also griff ich ausnahmsweise zum Glas Rotkraut aus deutscher Produktion. Und weil die mehligen Kartoffeln auch rar waren, habe ich Oktoberfest-Erdäpfelknödel aus dem Regal mitgenommen. Jetzt wird getestet, ob das Zusammenspiel von selbstgemachter Putenflügel aus dem Airfryer, Rotkraut aus dem Glas und fertigen Knödeln trotzdem zu einem gelungenen Urlaubsger...

Semmelknödel wie sie sein sollen

 



Semmelknödel



Semmelknödel wie sie sein sollen

Hausgemacht. Gelingsicher. Ohne Maschinenzirkus.

Ich weiß nicht, wie viele Semmelknödel ich in meiner beruflichen Laufbahn gemacht habe.
Wenn ich schätzen müsste: 100.000 Stück? Wahrscheinlich mehr.

In meinen Kantinenzeiten war es völlig normal, täglich eine Masse für 3.000 Semmelknödel anzurühren. Handarbeit, Routine, Gefühl. Dann kam – wie so oft – die angebliche Erlösung aus Deutschland.

Ein gewisser Mr. Jackn wurde eingeflogen und erklärte mir stolz die ultimative Maschine.
Eine Maschine, die alle Sorten Knödel und Laibchen formen konnte. Zwei Mitarbeiter reichen, hieß es:

  • einer wirft die Masse in den Schlund der Maschine

  • der andere schichtet die fertigen Knödel weg

Klingt genial, oder?

Die Realität:
Bis ich die Maschine „verstanden“ habe – oder besser gesagt, bis ich die richtige Konsistenz für die Maschine (nicht für die Gäste!) gefunden habe, vergingen Wochen. Ja, sie spuckte tausende Knödel am Tag aus.
Aber: Das Reinigen dauerte Stunden.

Und ganz ehrlich:
👉 Kein Knödel schmeckt besser, nur weil er aus einer Maschine kommt.

Darum erkläre ich dir heute lieber die klassische, selbstgemachte Variante.
Gelingsicher, alltagstauglich – und vor allem: richtig gut.


🥟 Rezept: Semmelknödel – klassisch & bewährt

Zubereitungszeit: unter 45 Minuten
Menge: 6 große oder 12 kleine Knödel

Zutaten

  • 6 Stück (ca. 360 g) altbackene Semmeln, gewürfelt

  • ca. 250 ml Milch (lauwarm)

  • 50 g Butter

  • 3 EL glatte Petersilie, fein gehackt

  • 3 Eier

  • 1 EL Weizengrieß

  • Salz

  • 2–3 EL Weizenmehl


Zubereitung (ca. 40 Minuten)

  1. Semmelwürfel vorbereiten
    Die Semmelwürfel in eine große Schüssel geben, mit der lauwarmen Milch übergießen und kurz ziehen lassen.

  2. Butter & Petersilie
    Die Butter in einer Pfanne zerlassen, die Petersilie kurz darin anschwitzen (nicht bräunen!) und alles über die eingeweichten Semmeln geben.

  3. Masse herstellen
    Eier verquirlen, den Grieß einrühren, gut salzen und locker unter die Semmelmasse mischen.
    Den Teig 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen, dann das Mehl unterheben.

  4. Knödel formen & garziehen
    Mit feuchten Händen Knödel formen.
    In kochendes Salzwasser einlegen, Hitze reduzieren und im halb bedeckten Topf ca. 15 Minuten ziehen lassen – nicht sprudelnd kochen!
    Knödel herausnehmen und gut abtropfen lassen.


💡 Profi-Tipp von mir

Die Knödelmasse soll weich, aber formbar sein.
Zu fest = Beton
Zu weich = Knödelsuppe
Wenn du unsicher bist: Probeknödel machen. Das habe ich nach tausenden Stück auch immer so gemacht 😉


Maschinen kommen und gehen.
Gute Knödel bleiben.

Und jetzt sag mir:
👉 Wozu servierst du deine Semmelknödel am liebsten – Braten, Gulasch oder ganz klassisch mit Schwammerlsauce?

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