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Glutamat ist kein Teufelszeug – warum es in der Profiküche echtes Handwerk ist

  Heute: Glutamat richtig einsetzen Glutamat ist kein Teufelszeug – warum es in der Profiküche echtes Handwerk ist Ein großes Küchengeheimnis aus der Profiküche ist das Würzen. Viele meinen ja, sie erfinden beim Kochen gerade das Rad neu. Aber Hand aufs Herz: Wie schmeckt dir eine klare Suppe, wenn sie nur mit Salz und Pfeffer gewürzt ist? Genau. Nach gar nix . In der Haubenküche wird gerne mit Geschmacksverstärkern gearbeitet – auch ich hab das über Jahrzehnte gemacht. Brühwürfel, ein Hauch Glutamat oder ein Schuss Sojasauce: Das sind keine „Schummeltricks“, das ist Handwerk. Und heute ist wissenschaftlich klar: Glutamat ist nicht gesundheitsschädlich. Außerdem essen wir es täglich – ganz natürlich: Tomaten, Parmesan, Sojasauce, Pilze. Alles voll mit natürlichem Glutamat. Und sogar ein Spritzer Maggi kann eine gebundene Gemüsesuppe erst so richtig abrunden – ja, auch bei mir zuhause im Vorrat! Mein Motto: Gute Küche darf einfach schmecken. Ohne Dogma. Ohne Drama. Dafür mit G‘spü...

🥩 Unser Sonntagsbraten: Knuspriger Kümmelbraten vom Schwein




🥩 Sonntagsbraten: Knuspriger Kümmelbraten vom Schwein

Kärntner Klassiker für warme Küche & kalte Jause

Sonntag ohne Braten ist wie Kärnten ohne Seen.
Heute gibt’s etwas richtig Gutes vom Schwein: einen klassischen Kümmelbraten aus dem Bauch, saftig im Fleisch, krachend knusprig in der Schwarte – genau so, wie man ihn von der Buschenschank kennt.

Das Schöne an diesem Braten:
👉 Heiß serviert mit Kraut und Knödel ein Festessen.
👉 Kalt aufgeschnitten mit Kren, Gurkerln und Schwarzbrot die perfekte Jause.

Ein Essen, das den Tag ein kleines Stück schöner macht – ganz ohne Firlefanz.


🧄 Rezept: Kümmelbraten vom Schweinsbauch

Zutaten für 4 Personen

  • 1,2 kg geschröpftes Schweinsbauchfleisch (am besten mit Knochen)

  • 1 EL Salz

  • 1 EL Kümmelsamen

  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

  • 5 Knoblauchzehen, geschält

  • ca. 375 ml Wasser zum Aufgießen

Als Beilage

  • Semmelknödel

  • Gabelkraut oder warmer Krautsalat

  • grüner Salat


👨‍🍳 Zubereitung

  1. Vorbereitung ist alles
    Das Bauchfleisch kräftig mit Salz einreiben, in einen Bräter legen und mit Kümmel bestreuen.
    Zugedeckt mindestens 60 Minuten ruhen lassen – Zeit gibt Geschmack.

  2. Backrohr vorheizen
    Auf 160 °C Ober-/Unterhitze.

  3. Langsam braten
    Knoblauch und 125 ml Wasser zugeben.
    Das Fleisch mit der Schwarte nach oben auf der untersten Schiene braten, bis eine Kerntemperatur von 75–80 °C erreicht ist.
    👉 Dauer: ca. 60–90 Minuten, je nach Backrohr.

  4. Nachgießen
    Nach etwa 1 Stunde weitere 125 ml Wasser zugeben.

  5. Kruste machen
    Temperatur auf 250 °C erhöhen.
    Schwarte leicht salzen und offen weiterbraten, bis sie schön aufpoppt und knusprig ist – etwa 15 Minuten.

  6. Ganz wichtig!
    ❌ Schwarte nicht übergießen – sonst wird sie weich.

  7. Ruhen lassen
    Backrohr ausschalten, Tür einen Spalt öffnen und den Braten 10–15 Minuten rasten lassen.

  8. Anrichten
    Fleisch gegen die Faser aufschneiden, auf vorgewärmten Tellern anrichten.
    Bratensaft mit Salz und Pfeffer abschmecken und über das Fleisch gießen.


💡 Tipps aus der Profiküche

  • Kalt ein Gedicht:
    Dünn aufgeschnitten mit Roggenbrot, frischem Kren, Senf, Gurkerln oder Pfefferoni – besser geht Jause nicht.

  • Mit Knochen = mehr Geschmack:
    Bauchfleisch mit Knochen ergibt einen kräftigeren Saft.
    Nur nicht vergessen: Knochen vor dem Aufschneiden auslösen.


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Hat dir dieses Rezept geschmeckt? Dann bleib mir in der Küche treu 👨‍🍳💚

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💬 Und jetzt du:
Team knusprige Schwarte sofort oder lieber Braten für die kalte Jause aufheben? 😏

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